Bauhinweise Dampfbad und Dampfdusche

FAQ-Dampfbadbau

Nachfolgend erfahren Sie, was es beim Selbstbau eines Dampfbades zu beachten gilt: 

 

Werkstoffe und Bau des Dampfbades

  • Die Werkstoffe eines Dampfbads müssen erhöhten Temperaturen (40 C°- 90 C° ((max. beim Dampfaustritt)) und hoher Luftfeuchtigkeit standhalten.
  • Die Wände für das Dampfbad werden am besten aus Ytong oder Aquapaneelen (von Knauf) erstellt bzw. bereits vorhandene Wände (Ziegel, Beton) können genutzt werden. Auf den Wänden kann eine Wärmedämmung angebracht werden. Muss jedoch nicht bei Wahl eines stärkeren Generators.
  • Die Decke sollte leicht geneigt oder gewölbt sein (ca. 3% Neigung), damit keine Kondenswassertropfen herabtropfen können. Zudem sollte die Oberfläche möglichst glatt sein. Ausreichend große Tropfen, die abtropfen können,  bilden sich jedoch erst nach ca. 90 Betriebsminuten. Sollte das Dampfbad unter 90 Minuten verwendet werden ist eine spezielle Deckenneigung nicht notwendig. Als Decke eignet sich eine Aluverbundplatte oder ein Aquapaneel von Knauf. Aluverbundplatten erhalten Sie über zahlreiche Onlinehändler mit Zuschnitt. 
  • Verwenden Sie Flüssigfolie für die Versiegelung der Wände, Böden und Decke

 

So isolieren Sie Ihr Dampfbad richtig gegen Feuchtigkeit:

Das Infoblatt zur Feuchteisolierung finden Sie unter diesem Link

Dampfbadsilikon (temperaturbeständig bis 200 C°) finden Sie unter diesem Link Dampfbadsilikon

  • Nach dem Versiegeln mit Flüssigfolie, ist es möglich das Dampfbad mit einem Mosaiken oder Fließen zu verkleiden.
  • Der Boden sollte rutschfest und mit einem Bodenablauf versehen werden.
  • Der Boden sollte ein Gefälle Richtung Abfluss vorweisen.
  • Die Sitzflächen können zum Beispiel: mittels Ytong selber zugeschnitten/geschliffen werden.
  • Als Tür kann eine Ganzglastür (Sicherheitsglas) verwendet werden. Oben und seitlich muss die Tür möglichst luftdicht sein, jedoch sollte diese an der Unterseite einen Luftschlitz ( ca. 1 cm) haben. Dadurch kann immer etwas Frischluft ins Dampfbad strömen, damit es zu keinem "Wärmestau" kommen kann. Dampfbadtüren finden Sie bei uns im Shop. Oder über diesen Link Dampfbadtüren

 

Dampfgenerator Dampfbad: (Dampferzeuger)

Der Dampfgenerator ist an die Wasserversorgung, Abwasser sowie die Stromversorgung anzuschließen. In Gegenden mit hartem Wasser (über 12°dH) sollte wenn möglich eine Wasserenthärtungsanlage an die Zuwasserleitung des Dampfgenerators angeschlossen werden.
Der Dampfgenerator kann bis zu 6 m vom Dampfbad entfernt installieren werden. Der Dampfgenerator kann in einem belüfteten Schrank oder einem Geräteraum, oberhalb, unterhalb oder auf derselben Ebene wie das Dampfbad selbst, installiert werden. Der Dampf strömt über eine Dampfleitung (Innendurchmesser min. 1/2 Zoll mm) in die Dampfbadkabine. Sie können dazu auch ein Edelstahlrohr oder auch Kupferrohr verwenden. 

Sämtliche Ausgänge des Dampfgenerators sind aus Edelstahl.

 

Installation:

  • Der Dampfgenerator muss trocken und waagrecht montiert werden
  • Dieser sollte fern von Feuchtigkeit gehalten und nicht luftdicht verbauen
    Sollten Sie den Generator im Dampfbadsitz verbauen, dann müssen eine Zuluftöffnung und eine Serviceöffnung zum Generator vorhanden sein
  • Sie können Warm- oder Kaltwasser am Dampfgenerator anschließen
  • Durch Warmwasser verkürzt sich die Aufheizzeit
  • Die Dampfleitung sollte leicht abfallend verlegt werden und ohne Knick, damit sich kein Wasser darin ansammeln kann
  • Der Temperaturfühler sollte in Schulterhöhe montiert werden (130- 150 cm). Sollten Sie Dampfbadsitze im Dampfbad haben, dann ist die Schulterhöhe in im Sitzen zu erfassen
  • Der Dampfauslass sollte in einer Höhe von 10- 30 cm oberhalb des Bodens montiert werden. Die Dampfdüse sollte nicht direkt unter einem Sitz montiert werden, da Verbrühungsgefahr besteht
  • Das Display kann innerhalb oder außerhalb des Dampfbades montiert werden
  • Das Steuerkabel vom Dampfgenerator zum Steuerdisplay ist verlängerbar. Verlängerung Steuerleitung
  • Fühlerkabel ist verlängerbar mit einem 2 x 0,75 mm² Kabel, jedoch max. 150 cm. 

 

Wie viel Kw Leistung benötigt mein Dampfbad?

Die benötigte Leistung hängt vom Volumen ab. Berechnen Sie das Volumen (Länge x Breite x Höhe).

Beispiel:
Angenommen Ihr Dampfbad verfügt über eine Länge von 1,6 m und eine Breite von 1,4 m sowie einer Höhe von 2,3 m so ergibt sich ein Volumen von 5,15 m³

Aufheizzeit Dampfbad:

Volumen 5,15m³, Ausgangstemperatur 23C°, Zieltemperatur 43 C°

5 kW Dampfgenerator ca. 35 Min.

7.5 kW Dampfgenerator ca. 25 Min.

9 kW Dampfgenerator ca. 15 Min.

Auch die Wärmeisolierung Ihres Dampfbades spielt eine Rolle: Je besser sie ist, desto schneller erreicht das Dampfbad die Zieltemperatur.

Tipp: Vermeiden Sie eine übermäßig große Deckenhöhe.

Wärmequelle Dampfbad:

Die Dampfbadkabine wird durch den Dampfgenerator erwärmt und sollte keine andere Wärmequelle besitzen. Eine Wandheizung oder Fußbodenheizung sind jedoch kein Problem. Die normale Dampfbadtemperatur beträgt bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 99 %. ca. 43 - 45 C° . 

Tipp: Sie können die Sitzflächen mit Heizmatten versehen, dadurch wird die Sitzfläche bei Bedarf schon vor dem Dampfbad auf ca. 38 C° vorgeheizt. Heizmatten Übersicht

Entlüftung Dampfbad: (nach dem dampfbaden!)

Es ist keine spezielle Entlüftung erforderlich, bspw. ein Röhrenventilator wie dieser auch in Toiletten in Verwendung ist, reicht vollkommen aus. Ein Fenster, im Dampfbad oder im Vorraum das nach dem Dampfbaden 5-10 Minuten gekippt werden kann, ist ebenso eine passende Lösung.

In kleinen Dampfbädern reicht es wenn gut gelüftete werden kann.

Kurz gesagt:

Sollte eine Entlüftung nicht möglich sein, sollte zumindest ein Fenster im Vorraum des Dampfbades (oder im Dampfbad) vorhanden sein, um nach dem Dampfbaden gründlich durchlüften zu können. Durch eine entsprechende Lüftung nach der Anwendung wird vermieden, dass es zur Schimmelbildung im Dampfbad kommen kann.

Zuluft: Ein eigener Ventilator für die Zuluft ist nicht notwendig.

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Mehr erfahren.